Der Laubfrosch

(Hyla arborea)

Der Laubfrosch ist leicht an seiner rein grünen Oberseite und den Haftscheiben an Fingern und Zehen zu erkennen. Er ist die einzige heimische Amphibienart, die klettern kann und oft auf Blättern von Sträuchern sitzend zu beobachten ist. Die Rufe der Männchen zur Fortpflanzungszeit („repp- repp- repp...“) sind sehr laut und aus großer Entfernung zu hören. Im Sommer sind die Rufe auch in den Sommerlebensräumen zu hören.

Laubfrösche suchen zur Fortpflanzung flache, gut besonnte und fischfreie Gewässer auf. Oft handelt es sich um Gewässer, die regelmäßig im Spätsommer austrocknen. Ihre Sommerlebensräume liegen in besonnten, luftfeuchten Hecken und an Waldrändern, wobei sie bis in die Baumkronen klettern können.

Laubfrösche sind sehr mobil und können im Jahresverlauf größere Strecken zwischen ihren Teillebensräumen zurücklegen. Auch neu angelegte Gewässer werden oft rasch besiedelt, wobei aber nicht in allen Gewässern, in denen Männchen rufen, auch abgelaicht wird.

In Niedersachsen ist der Laubfrosch hauptsächlich im Tiefland verbreitet, im Berg- und Hügelland gibt es nur wenige Vorkommen. Im Nordwesten fehlt er aus klimatischen Gründen von Natur aus. Durch den Verlust geeigneter Lebensräume, insbesondere der Laichgewässer, ist der Laubfrosch in Niedersachsen in den letzten Jahrzehnten stark im Bestand zurückgegangen und aus vielen Gebieten vollständig verschwunden.

Laubfrosch in Deutschland

Verbreitungskarte Deutschland

Laubfrosch in Niedersachsen

Foto: Florian Bibelriether
Foto: Florian Bibelriether